Arbeiten als Filmemacherin

Als Filmemacherin produzierte ich Zeitzeugenporträts, Biografiefilme und Dokumentarfilme über Projekte von Organisationen.

 

Zeitzeugen-Teaser anschauen:

https://archive.onlinefilm.org/de_DE/film/64936

 

Hela Haidn: 

Kriminalhauptkommissarin (2013, 48 Min.) gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung; Filmaufführung Abaton 2014

 

Die Kriminalhauptkommissarin Hela Haidn erzählt u.a., wie die Arbeitsabläufe bei der Weiblichen Schutzpolizei waren und sie gemeinsam mit anderen Polizistinnen die Bewaffnung der Weiblichen Schutzpolizei durchsetzte. Sie berichtet darüber, wie sie es erreichte, als erste Fahnderin Hamburgs zu arbeiten und warum sie sich mit dem Thema strukturelle Gewalt befasste. Hela Haidn beschreibt anschaulich die damalige Arbeitswelt innerhalb der Polizei und wie die damaligen Polizistinnen Veränderungen durchsetzten, von denen die Kolleginnen heute profitieren.

 

Film anschauen: 

https://archive.onlinefilm.org/de_DE/film/63617

 

 

Kurze Zeitzeugenfilme

 

Gisela Mey (2013, 5:22 Min.)

https://archive.onlinefilm.org/de_DE/film/64941

 

Konrad Lorenz (2014,9:51 Min.)

https://archive.onlinefilm.org/de_DE/film/64934


Dokumentarfilme im Rahmen der Dokumentarfilmwoche Hamburg

 

Mitschnitt 35 Minuten / Lichtmess (2008)

Kinderglück 41 Minuten / Kino 3001 (2007)

Karen Koltermann 30 Minuten / Kino 3001 (2006)


Beispiele: Dokumentarfilme über Projekte von Organisationen

 

 

KinderJugendhaus Wyk auf Föhr

Ein Film über das Kinder- und Jugendhaus in Wyk auf Föhr. Kinder und Jugendliche aus Hamburg erzählen,

warum sie eine 4-wöchige Kur auf Föhr machen und wie sie ihren Aufenthalt erleben.

Konzept, Regie, Kamera, Ton und Schnitt (48:18 Minuten)

 

Film anschauen:  

https://archive.onlinefilm.org/de_DE/film/64910

Wechselspiel

Ein Film über die Kooperation der Ganztagsschule Thadenstraße mit dem Haus der Familie und dem Schülerladen.

Konzept, Regie, Kamera, Ton und Schnitt (48 Minuten)

 

Film anschauen:  

https://archive.onlinefilm.org/de_DE/film/64940 

Filmreihe Menschen und ihre Stadt

 

Die Grundidee

Eine Stadt ohne Menschen ist keine Stadt. Alteingesessene, Zugezogene, unterschiedliche Kulturen und Berufsstände, politische und religiöse Weltanschauungen, Arme und Reiche: Es sind die Bürger, die in ihrer Vielfalt und „Buntheit“ das Bild einer Stadt prägen und sie einzigartig machen. Wer also etwas über eine Stadt erfahren möchte, muss ihre Menschen zu Wort kommen lassen. Das ist die Grundidee der Dokumentarfilmreihe „Zeitzeugen“. 

 

Das Anliegen ist es, Geschichte und Geschichten von Menschen aufzuzeichnen und für die nachkommenden Generationen zu archivieren. So soll Historie lebendig bleiben und anhand von Persönlichkeiten erlebbar werden. In der filmischen Porträt-Reihe schildern Menschen aus allen gesellschaftlichen Gruppen ihren Werdegang und sprechen darüber, was sie mit ihrer Stadt verbindet. Arbeiter, Handwerker, Seeleute, Bauern, Angestellte, Verleger, Freiberufler, Künstler oder Geistliche: Sie alle sind Zeitzeugen, die die Entwicklung und Besonderheiten ihrer Region im 20. Jahrhundert lebendig machen. Die Zuschauer erleben „echte“ Menschen mit all ihren Facetten und Emotionen; sie sehen, wie sie sich bewegen, können ihnen ins Gesicht schauen und hören sie im Original-Erzählton. 

 

Das Ziel: eine neue Form der Stadtchronik

„Zeitzeugen“ hat sich zum Ziel gesetzt, durch das Porträtieren vieler einzelner Personen die Besonderheiten einer Stadt und ihrer Region herauszuarbeiten. Die Lebensgeschichten spiegeln exemplarisch die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen wider, der Zuschauer erlebt eine lebendige Zeitreise in unterschiedliche Jahrzehnte. Das ist eine neue und interessante Form einer Stadtchronik, die hervorragend in eine zunehmend medial geprägt Welt passt. „Zeitzeugen“ soll in verschiedenen Städten umgesetzt werden, um ein spannendes Bild von Deutschland als Land der Regionen zu zeichnen.

 

Den Anfang macht die Freie und Hansestadt Hamburg. Durch den Hafen sind die Hanseaten es seit jeher gewohnt, Menschen vieler Nationalitäten willkommen zu heißen und verschiedene gesellschaftliche Gruppierungen zusammenzubringen. „Das Tor zur Welt“, dieser gern zitierte Slogan für Hamburg, repräsentiert diese liberale und pragmatische Haltung. „Zeitzeugen“ präsentiert die Chronik der Hansestadt in einer Vielzahl von lebendigen Einzelschicksalen und Biografien. Erzählt wird die Veränderung der deutschen Gesellschaft in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Der Zugang zu Bildungseinrichtungen wurde offener. Immer mehr Frauen absolvierten Berufsausbildungen und verdienten ihr eigenes Geld. Die Rollenbilder änderten sich, Klischees und Stereotypen wurden weniger. Die Türen der Universitäten öffneten sich für Kinder aus Arbeitermilieus und die gesellschaftlichen Gruppen wurden durchlässiger.

 

Die Zeitzeugen machen diese Entwicklungen nachvollziehbar und reflektieren in den Filmen ihre Beziehung zu Hamburg. Ebenso nimmt der Zuschauer teil an wichtigen Großereignissen wie z. B. der Sturmflut oder an kleinen Begebenheiten, regionalen Bräuchen und Traditionen. Die Zeitzeugen-Reihe für Hamburg gibt vielen Frauen und Männern einen Platz und eine Stimme. Sie wirkt damit auch identitätsstiftend und verleiht dem individuellen Heimatgefühl Ausdruck.

 

Geschichte(n) zu den Menschen bringen

Geschichte wird oft als langweilig und „verstaubt“ empfunden. Aber nur wer die Vergangenheit kennt und versteht, kann in der Gegenwart gut leben und eine lebenswerte Zukunft gestalten. „Zeitzeugen“ ermöglicht mit filmischen Mitteln Zuschauern jeder Generation einen vielfältigen und lebendigen Blick auf die Geschichte ihrer Stadt und Region. Aus unterschiedlichsten Perspektiven, dank der Protagonisten aus allen Teilen der Gesellschaft. Damit bekommt das Projekt eine wichtige Funktion bei der allgemeinen Erinnerungsarbeit und der Erfahrungsanalyse jedes einzelnen Betrachters. Die Filme erfüllen zudem eine Generationen verbindende Funktion, die wichtige Diskussionen zwischen Alt und Jung anregen kann.

 

Glaubwürdige, authentische Filme mit echten Menschen, die echte Geschichten erzählen, sind spannend und ziehen den Zuschauer in ihren Bann. Damit können sie effektiver und nachhaltiger ihre Inhalte und Aussagen vermitteln als Texte, Objekte und Fotos allein. Das „Zeitzeugen“-Projekt kann seine Geschichte(n) auf verschiedenen Wegen zu den Menschen bringen.